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Anstatt Blumen

„Anstatt Blumen...“, schriebst du.
Nun steh’ ich da. Wie es ausgesehen hätte, hättest du mir Blumen geschenkt, kann ich mir vorstellen. Aber wie soll ich mir vorstellen, keine Blumen von dir zu kriegen?
Weißt du, ich seh’ dich ankommen mit deinem bunten Blumenstrauss. Voll ist er. Alle möglichen Farben finden sich in ihm wieder, und einen wunderbaren Duft nach Frühling trägt er mit sich. Eigentlich ist er ein bisschen zu groß für dich. Und eigentlich auch zu groß für mich. Aber er musste wohl so sein, das seh’ ich dir an. Dein Herz scheint überzulaufen vor Freude, und du hast dich mal wieder nicht bremsen können beim Aussuchen der Blumen. Und jetzt stehst du nicht mit ihm vor mir und siehst mich über ihn und durch die Gräser, die aus ihm herausragen, mit strahlenden Augen an.
Ich sehe dass du lachst, obwohl dein Mund fast verborgen ist von diesem großen Blumenstrauß. Deine Augen lachen mit – voller Lebenslust und Freude. Aber klitzekleine Momente gibt’s in diesem Moment, in denen du mädchenhaft-verschämt guckst. Dann etwas kokett, frech. Und dann wieder lebendig, fröhlich...
Mit beiden Händen trägst du das Gebinde. Ich weiß, dass sie kurz vorher noch den Strauß geordnet haben, ihn mit den Handflächen gerichtet und hier und da an ihm herumgezupft haben und dass du ein wenig warm versunken warst dabei. Dann hast du ihn gegen den Himmel gehalten, und er war gut. Haargenau so, wie du ihn haben wolltest, um ein schönes Geschenk zu machen.
Und den hab’ ich nicht gekriegt.
Aber gekriegt hab’ ich das Bild. Dein Bild. Deine Augen, deine Hände. Ich nehm’s gern, dieses Bild. Und ich behalt’s.
Anstatt Blumen...
25.7.08 13:51


Internetliebe

"Ich habe es ihr angetan",
so denkt für sich der Forumshahn,
in Liebe vor sich hin er schmilzt,
doch hat sie ihn nur vollgesülzt.

Da geht er hin und weint ganz laut,
er hat zu wenig ihr misstraut.
Was hat er ihr doch Mails geschrieben:
er wolle sie für immer lieben!

Und hat ihr viele Blum' geschenkt,
so virtuell - und ungelenk -
sogar bedichtet hat er sie,
zu müd' zum Chatten war er nie.

Und wollt' sie seine Stimme hör'n,
konnt' ihn nicht mal die Arbeit stör'n,
er redete oft stundenlang -
und nun hatte er dafür den Dang!

Was war er doch nur unverstanden,
wie auch die Freunde von ihm fanden.
Wahrscheinlich es auch daran lag,
dass er nur sülzt den ganzen Tag...
25.7.08 13:50


Brief an eine Unbekannte

Geliebte Unbekannte,
unbekannte Geliebte,
es ist nicht leicht, diese Zeilen zu beginnen. Und es ist nicht schwer, denn du bist „da“. Es ist, als würdest du hinter mir stehen, eine Hand auf meiner Schulter, und ruhig und geduldig dabei zusehen, wie Buchstabe für Buchstabe dieser Brief entsteht.
Es ist nicht leicht, weil ich dir so viel zu sagen habe, ohne zu wissen, was überhaupt ich dir sagen will. Ich fühle nur. Und mit diesem Fühlen möchte ich dich berühren, so, wie du gerade mich berührst. Spürst du’s?
Deine Hand auf meiner Schulter gibt mir Kraft, und diese Kraft ist es, die mich dich spüren läßt. Ich kann dich riechen, mit deiner Kraft, ich kann dich schmecken, fühlen, hören und sehen. Ich weiß genau, wie deine Augen schauen, und wie deine Stimme klingt. Dein Körper wird lebendig, und dein Geist hüllt mich ein...
„Ja, Mensch!“, möchte ich fast sagen, jetzt, wo deine Hand meine Schulter drückt, weil ich abzudriften beginne. Schmunzeln müssen wir beide darüber, ich weiß. Statt „Geist“ wäre es dir lieber, ich würde über Lebendigkeit erzählen. Oder über Wärme reden. Oder dich zum Lachen bringen.
Ich mag dein Lachen. Es ist eigentlich (fast) nie ausgelassen, allerdings auch nicht besonders kontrolliert. Du lachst gern – lieber zumindest, als dass du weinst. Doch es ist selten, dass dich ein Witz zum Lachen bringt. Am liebsten ist es dir, du lachtest aus Glück. Oder zumindest gemeinsam. Es muss schön sein, gemeinsam mit dir zu lachen.
In deiner Stimme fühle ich mich wohl. Obwohl sie mich treiben oder antreiben könnte, wird sie nie „benutzt“ – du läßt sie „leben“, weil sie lebt. Weil du lebst.
Ich höre sie weich und warm, zärtlich oder erregt. Immer ist sie klar und stark, selten nur laut. Ich mag’s, wie sie meinen Namen flüstert, spricht oder ruft. Ich weiß, ich gehöre zu dir.
Deine Hände... warm wie deine Stimme. Fein, gefühlvoll, und doch können sie zupacken. Sie können viel geben: Halt oder Hilfe, Trost oder Wärme, Zärtlichkeit oder Liebe. Sie sind dir zwar nicht so wichtig wie es dir die meinen sind, aber mit ihnen, deinen Augen und deiner Stimme bist du „Du“.
Viel feiner als es deine Stimme kann, können deine Augen ausdrücken, was du sagen willst. Allerdings sind sie auch deine Verräter, denn zuweilen erzählen sie das, was du gar nicht erzählen willst. Sie sind dein stärkstes Ausdrucksmittel. Ich liebe es, wenn sie mich anlachen oder gar anstrahlen. Ich liebe dich, wenn sie mich lächelnd tadeln. Aber es tut weh, sehe ich sie feucht – auch, wenn es Freude sein sollte, die sie nässt. Oder Glück. Dann allerdings ist dieser Schmerz süß.
Du läßt gern spielen mit dir. Es macht dir Freude, wenn ich innerst an deinen Zöpfen ziehe, ohne dir weh zu tun, oder dir einen liebevollen, aufmunternden Klaps auf den Hintern gebe. Du magst es, berührt zu werden von mir. Nicht nur mit den Händen, sondern auch mit nur einem Wort, einem Blick oder einem Gedanken.
Wie mit deinem Geist läßt es sich trefflich mit deinem Körper spielen – nicht, weil ich’s kann, sondern weil du’s willst. Wie die Saiten einer Gitarre reagieren die Sehnen, Muskeln und Nerven auf die Berührungen meiner Hände oder meines Mundes. Ich kann dich lebendig machen mit meinen Händen, treiben, aber ich kann dich auch kosen mit ihnen. Oder halten. Und ausruhen kannst du an meiner Schulter.
Es ist fast eine Umarmung, wie ich denke, wie ich fühle. Ganz fest habe ich dich im Arm, schaue in deine Augen und bin zu Hause.
Heimgekommen.
24.7.08 15:52


Versteh' einer die Frauen

oder: Das Candlelight-Dinner

Ich muss ja zugeben, dass man es peinlich finden kann, in fast 30 Jahren nicht einmal an den Hochzeitstag gedacht zu haben. Naja, bis auf eine Ausnahme: Die Silberhochzeit. Denn die musste ja vorbereitet werden. Aber ansonsten hatte ich immer an so viele Dinge zu denken, dass für etwas Banales wie „Hochzeitstag“ kein Platz war.
„Du liebst mich nicht“, erhielt ich stets als Reaktion darauf, was allerdings sehr ungerecht war, da ich ja die Dinge, die mich den Hochzeitstag vergessen ließen, aus Liebe zu ihr machte.
Vielleicht nicht immer, aber doch ganz schön oft.
Möglicherweise ist ja auch deshalb der Hochzeitstag eine Art Rotes Tuch für mich: Ich weiche ihm aus, weil er stets von Vorwürfen begleitet wird. Ungerechte. Und ungerechtfertigte. Denn dass ich sie liebe, habe ich mindestens schon tausendmal gesagt. Und manchmal kann ich’s sie sogar spüren lassen. Sie ist dann immer ganz erfüllt von unserem Sex. Das jedoch wird momentan seltener. Es liegt wohl am Älterwerden. Frauen sind so.
Nur wir Männer, wir werden reifer und überlegender. In den Fünfzigern hat sich bei uns Männern proportional so viel Weisheit angesammelt wie Kochrezepte bei den Frauen. Deshalb trag’ ich ihr auch nichts nach, das Essen ist ja auch wirklich lecker.
Ein bisschen von dieser Weisheit wollte ich diesmal anwenden. Zum 28. Hochzeitstag. Seit 1986 liegt sie mir in den Ohren wegen eines Candlelight-Dinners. Ich fand das für unsere Verhältnisse immer ein wenig oversized. Was ist sowas schon gegen eine Bratwurst im Fussballstadion beispielsweise, oder so’n teurer saurer Schampanjer gegen ein sorgfältig gezapftes, kühles Helles. Aber diesmal sollte sie es kriegen. So quasi als Überraschung, und damit sie endlich Ruhe gibt. Außerdem hatte das eine recht praktische Komponente für mich, wollte aber auch gut geplant sein.
Schon einen Monat vor diesem besonderen Tag ging ich in den Yachtclub, der eine recht gute Restauration haben musste, wenn man die Preise der Speisenkarte so durchschaute. Ich reservierte einen kleinen Tisch direkt am großflächigen Terrassenfenster, aus dem man über die ganze Förde schauen konnte. Und richtiger Schampanjer sollte in einem Eiskübel auf dem Tisch stehen. Und Blumen. Am besten Butterblumen, die liebte sie so. Immer wenn wir mit dem Auto in der Natur unterwegs waren, machte sie mich auf die Butterblumenwiesen aufmerksam. Und da ich ein guter Zuhörer bin, wollte ich ihr auch diesen Wunsch erfüllen – selbst gegen den Widerstand des stirnrunzelnden Kellners. Es sollte ja schließlich „ihr“ Abend werden.
Mit der Taxizentrale sprach ich, um vielleicht einen besonderen Wagen für jenen Abend zu bekommen. Sie würde staunen. Und dann ließ ich mir von ihrem Friseur einen Gutschein aushändigen für Frisur, Fingernägelmachen, Peeling und sonstigen unsinnigen Kram.
Am Samstag, als es dann soweit war, konnte ich es kaum erwarten, bis sie mich mit dem Frühstück weckte. Und noch vor dem Zeitunglesen platzte ich heraus: „Schatz, heute habe ich eine Überraschung für dich. Unser heutiger Hochzeitstag soll ein unvergessliches Erlebnis werden. Wir gehen gleich in die Stadt, dir ein Kleid kaufen, und dann bekommst du heute abend dein Candlelight-Dinner!“
Ich war ziemlich stolz auf mich, dass ich sie noch dermaßen überraschen konnte. Nichtmal meine Sportberichte konnte ich richtig zuende lesen, da war sie schon mit dem Abwasch fertig und wollte „los“.
Im Kaufhaus dann fanden sich schöne Kleider. Ich musste sie zwar ein wenig bremsen, wegen der Kosten (man muss es beim Kauf eines Kleides für nur einen Abend ja nicht übertreiben), aber irgendwann hatten wir etwas festlich genuges gefunden. Dann brachte ich sie zum Frisör und gönnte mir während dieser Zeit einen Kinobesuch.
Es war schon ziemlich spät, als wir zu Hause eintrafen. In einer Stunde sollte das Auto kommen. Für meine Frau musste das purer Stress sein, ich selbst brauchte ja nur fünf Minuten. Aber frisiert war sie ja schon und geschminkt, da war also doch eine echte Chance da. Und tatsächlich: Zwei Minuten vor der Zeit kam sie aus dem Bad, voll angezogen und fertig gemacht. Sie wirkte zwar ein wenig älter in ihrem neuen Kleid, aber das war egal. Hauptsache glücklich!
Zu einem unverständlichen Bruch kam es danach. Erst schaute sie recht merkwürdig auf meine Stadionklamotten, die ich jedes Mal trug, wenn unser Verein zu Hause spielte, und als die Jungs vor der Tür hupten (das Timing war klasse, denn ihr Taxi kam auch gerade) und ich ihr das Geld fürs Essen in die Hand drücken wollte, schien sie fast in Tränen ausbrechen zu wollen – jedenfalls zitterte ihre Unterlippe so. Und dann fing sie an zu schreien…
Alles also wie üblich, nur ein bisschen lauter. Und das, obwohl sie nun doch alles hatte.
Trotzdem ließ ich mir meinen Abend nicht versauen. Wir gewannen 4:1, und von den Jungs verstand auch keiner, was sie nur wieder hatte. Es ist uns Männern wohl nicht gegeben, die Frauen zu verstehen…
29.4.06 19:02


Der Augen-Blick

Du hast gelebt.
Ich hab's in Deinen Augen gesehen.
Du lebst!
Auch das kann ich in Deinen Augen sehen.
Nur selten hab' ich Augen leben sehen wie Deine.
Klar und glänzend, wie ein eiskalter Gebirgssee,
trotzdem warm und zärtlich, so wirken sie auf mich.
Sie lächeln mich an, ohne über mich zu lachen -
eine seltsame Kraft durchströmt mich, wenn ich in sie sehe,
wenn ich in Dich sehe.
Du sprichst mit mir,
ohne daß sich Deine Lippen bewegen;
Deine Augen trösten mich,
wenn ich traurig bin,
machen mir Mut,
wenn ich Angst habe.
Ich sehe Glück, und Deine Augen drängen zu mir,
sind in mir,
auch wenn Du nicht da bist.
Ich liebe Deine Augen,
ich liebe Dich.
25.7.08 13:42


Horst

Fast jeden Tag begegne ich ihm. Horst ist so was wie ein Original für mich. Im Sommer sitzt er in seinem abgeschabten Jeansanzug auf dem Marktplatz. Meist hat er eine Dose Bier in der Hand, und sein Kofferradio ist immer dabei. Winters zieht er mit tausend Tüten und Taschen bepackt durch die Stadt, hin und wieder sehe ich ihn bettelnd an einer Straßenecke sitzen.
Was mich an Horst fasziniert sind seine Augen. Sie entsprechen nicht seinem Äußeren. Er geht gebeugt, ein wenig schleppend. So, als hätte er stets eine Last zu tragen die ihn stets erdrückte. Doch die Augen sind kraftvoll und beweglich. Staunend beobachte ich oft, wie der Film der Trunkenheit, der fast immer über ihnen liegt, das Leuchten von Liebe zu verstärken scheint. So blickt er geradezu zärtlich zu mir auf, wenn er mich um eine Zigarette bittet.
Mich fasziniert dieser Blick, weil er für mich so unerwartet aus diesem Menschen kommt. Horsts Augen blicken so liebevoll, so offen und so treu, wie ich es nur von einem Hund kenne. Oder von einem Kind.
Horst ist nicht unglücklich. Sagt er. Er wäre unabhängig.
Horst ist nicht arm. Sagt er. Gerade weil er nichts besäße, was man ihm nehmen könnte, wäre er einer der reichsten Menschen.
Horst ist nicht einsam. Sagt er. Nirgends sonst könnte er auf so viele warme Menschen treffen wie in seiner Situation. Den kalten widmet er keinen Gedanken.
Horst hat keine Sorgen. Sagt er. Und er sagt das in der Gewissheit eines Menschen, der den nächsten Tag kommen lässt, um - wie an jedem Morgen - sein Leben neu zu beginnen.
Horst denkt nicht an die Zukunft. Sagt er. Er lebt im Jetzt. Und im Jetzt gibt's auch keine Vergangenheit.
Dabei ist seine Vergangenheit erstaunlich. Chefarzt einer Privatklinik, Haus und Familie in Hamburgs Elbchaussee. Dann der Vorwurf des Drogenhandels. Gefängnis. Danach der gesellschaftliche Abstieg, dann der Ausstieg. Und mit dem Ausstieg wurde er zum Gewinner. Sagt Horst.
Wenn Horst spricht, spricht er wie ein "Penner" - wenn er redet, redet er gepflegt. Seine Klugheit und seine Weisheit machen staunen. Man hat das Gefühl, er hätte die ganze Welt gesehen. Dabei sind es nur die Menschen, die er kennt.
Es ist leicht, Horst eine Freude zu machen. Eine Zigarette, eine Mark oder auch nur ein freundliche Lächeln oder Winken über die Straße. Horst nimmt, was man ihm gibt. So zufrieden ist er.
Das, was Horst nicht nimmt, ist meine Hand.
Die braucht er nicht.
Sagt Horst.
30.4.06 17:54


Die Liebesinsel

Ein Reisebericht von Peter Scholl-Ernu, entnommen “Ernus Weltreisen” mit freundlicher Empfehlung des Autors

Zwischen Ceylon und Sri Lanka liegt sie: Srilon, die so genannte “Liebesinsel”. Ein kleines Eiland mit schroffen Felsen, sanften Hängen und grünen Wiesen, eingebettet in die Wogen des Ozeans. Mit dem Wasserflugzeug ist Srilon von Larnaka aus in einer viertel Stunde zu erreichen. Hier angekommen erwarten den Reisenden 360 Sonnentage, Strände wie in Dänemark und eine Flora und Fauna.
Schon die Anreise wird zum Erlebnis. Die kleinen 8-sitzigen pinkfarbenen Wasserflugzeuge der inseleigenen Fluggesellschaft sind ausgestattet mit einer reichhaltigen Bar und Stewardessen für jeden Flugpassagier. In aller Regel sind diese Passagiere männlich - ein Manko, das vom Srilonischen Tourismusverband phantasievoll ausgeglichen wird. Schon das Flugpersonal wirkt sehr qualifiziert und ist für den Reisenden erstes folkloristisches Highlight in ihren landestypischen knapp oberschenkellangen Baströckchen.
Das prägende Element dieser Insel sind ihre Frauen, ein kleiner Irrtum der Evolution: alle blond, kaffeebraune Haut, lange Beine, große …ähhh… Augen und traditionell in ihrer Hingabe verwurzelt. Der männliche Bevölkerungsteil ist überwiegend domestikisch.
Vor sieben Jahren verlor Srilon sein wichtigstes wirtschaftliches Standbein, den inseltypischen Bambushüttenblockbau. In Jahrhunderten für den Eigenbedarf konzipiert, wanderte der Bambushüttenblockbau im Zuge der Globalisierung in den Osten. In der Nähe von Dresden werden nun die Bambushüttenblockbauten zu wesentlich geringeren Kosten in erheblich größeren Stückzahlen hergestellt, als es das heimische Handwerk zu leisten vermochte.
Die Importe schienen das Land zunächst zu ruinieren, als die junge Präsidentin Ramona Vrumm begann, das Land zu modernisieren und dem Tourismus zu öffnen, der mittlerweile zum wichtigsten wirtschaftlichen Faktor der Insel geworden ist. Gängiges Zahlungsmittel sind hier Glasperlen. Man kann sie zu einem recht günstigen Eurokurs erwerben, ihre Ausfuhr jedoch ist verboten.
Aus ökonomischen Gründen besteht auf der Insel für Einheimische ein Heiratsverbot. Dadurch ist hier der Durchschnitt weiblicher Singlefrauen im internationalen Vergleich besonders hoch.
Kulturell hat Srilon einiges zu bieten. Theater, Museen, Galerien und die pompöse, im postvenezianischen Stil erbaute Oper lassen sich leicht übersehen, denn dahinter blüht das kulturelle Leben. Tanztempel, Lichspielhäuser, kleine exquisite Bars und allerorten Häuser mit liebevoll eingerichteten Ruhezonen laden zu Kurzweil und Entspannung ein. Warme, weibliche Gesprächspartnerinnen verschließen sich keinem Thema. Dass sie hierbei nur der Landessprache mächtig sind, ist nicht wirklich hinderlich.
Die Hotels entsprechen europäischem Standard und liegen allesamt am Meer. Die großzügigen Appartements bestehen aus einem Schlafzimmer. Sektkübel und Massageöl sind obligat. Prägendes Element des Interieurs ist stets ein geräumiger Whirlpool im passenden Stil. Eine erlesene und reichhaltig ausgestattete Bibliothek aufwühlender Filme Flensburger Produktion steht jedem Gast zur freien Verfügung.
Um dem tropischen Klima auch außerhalb klimatisierter Räume begegnen zu können, erhält jeder Gast zur Erleichterung und Kühlung einen Palmwedel. Diese Kinder sind dadurch gut in der Lage, das hierzulande sehr geringe Familieneinkommen (umgerechnet etwa. 5 Euro/Monat) aufzubessern und zu stärken (denken Sie bitte daran, wenn Sie nach drei Wochen heimreisen; ein Trinkgeld nicht unter 50 Cent ist angemessen).
Lafli-Tours bietet ein Drei-Wochen-Arrangement zum All-Inclusive-Preis von 799,- Euro an. Das Real-All-Inklusive-Arrangement für 999,- Euro enthält zusätzlich eine ständige Reisebegleitung, die der Landessprache mächtig ist. Ein entsprechender, reich bebilderter Katalog wird jeder Buchungsbestätigung beigefügt. Mitreisende Ehefrauen erhalten einen Sonderpreis von 9999,- Euro pro Tag, zuzüglich Flughafenpauschale.
Mit- und alleinreisende Frauen beachten bitte auch die Srilonischen Einreisebestimmungen, die für sie eine dreiwöchige Quarantäne nach Einreise vorschreiben.
24.7.08 15:55


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