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Ich will

Ich weiß nicht… Es ist ein Zorn in mir, den ich nicht beschreiben kann. Aber ich spüre ihn. Ich spüre ihn als eine Energie, die mich treibt. Ganz hinten, ganz weit hinten in diesem Zorn ist etwas, das mich zu Tränen rühren will.
Es fühlt sich an wie Verzweiflung. Ist es das? Verzweiflung wegen was? Verzweiflung wegen der Vergangenheit oder Verzweiflung wegen der Gegenwart?
Die Vergangenheit… Ich kann mich kaum erinnern, berührt worden zu sein von dir. Du hast jedoch immer dafür gesorgt, dass ich dich berühren muss. Und du hast gewusst, dass ich dich berühren will. Meine Hingabe hast du gesehen und meine Liebe - nur nicht erkannt, jedoch benutzt. Und das tut weh.
Es tut weh, weil auch ich nicht erkannt, sondern nur gesehen habe, dass du mich benutzt. Wieviel besser hätte ich geben können, wenn ich weiser gewesen wäre? Und wie viel weniger Schmerz hätte ich erlitten?
Ich wünsche mir Hingabe! Nicht das, was man auf sexueller Ebene mit Hingebung verwechselt. Ich will dich, ich will mich, und ich will uns auf einer „gleichen“ Ebene. Ich will dir geben können, und ich will dir zeigen, wie du geben kannst – nicht, weil ich haben will, sondern weil ich mir wünsche, dass du geben kannst. Du brauchst es, und ich fühle, dass du es willst. Dann ist es egal, wem du gibst, aber es wird dich glücklich machen. Zuweilen. Und es wird dich stärken.
Nur… wenn ich das denke, wieso bin dann nicht ich so erstarkt aus meiner Hingabe? Warum bin ich so überhaupt nicht glücklich, da ich dir doch geben konnte? Vielleicht weil ich es musste? Ich meine: dir geben? Oder weil ich fühle, dass ich dir nicht genug gegeben habe?
Ich will da nicht wieder hin. Ich will nicht zweifeln, nicht trauern. Ich will nicht! Ich will nicht weinen aus Schmerzen, von denen ich nicht weiß, wie sie entstanden. Und ich will nicht Schmerzen zufügen, von denen ich nicht weiß dass ich sie zufüge. Und auch keine anderen.
„Ich will nicht“ ist der erste Schritt. Und der härteste. „Ich will“ nur der zweite. Und der schwerste. Aber er führt zu weiteren Schritten. In solche wie „Ich darf“, „Ich kann“…
Jeder dieser weiteren Schritte ist schön und erhöht die Bewegung, die dich dorthin führt, wo ich dich sehe: Ins Ich.
In ein Ich, das du noch nicht bist. Aber ein Ich, das in dir ist. Ein wunderschönes Ich – eines das strahlt und das wärmt. Hier liegt für mich deine Schönheit. Ich kann sie sehen. Nur nicht erkennen. Aber ich glaube sie dir. Und das genügt. „Ich glaube“ heißt „Ich weiß“. Und ich weiß es, weil ich dich liebe!
4.8.08 20:19
 


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