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Mein Weihnachtslicht

Es war Winter, der eisige Wind trug einen Hauch nahenden Schnees in die Stadt und berührte dabei auch den kleinen Kerl, der sich mit glänzenden Augen und roten Ohren die Nase plattdrückte am eisblumenverzierten Schaufenster des Spielwarengeschäfts. Um ihn herum hetzten die Menschen, Weihnachtspakete unter den Armen - Ungeduld im Sinn und Hektik im Schritt. Der Junge sah es nicht, und niemand bemerkte das Kind, das lächelnd den Blick nicht von dem wenden konnte, was es sah: Ein Schienenkreis, auf dem sich endlos eine kleine Dampflokomotive mit Tender, Personen- und Packwagen bewegte. Ein Bahnhof aus Plastik, drei Kühe und eine Schranke, die sich unermüdlich öffnete und schloß, in der Mitte, darüber hing an seidenen Schnüren ein bunter Karton.
Es waren nicht die vielen Lichter oder der Blick auf ein günstiges Angebot, das mich stehenbleiben ließ. Es war das Gesicht des Jungen. Trotz des Windes schien es erhitzt, sein Lächeln leuchtete von Innen heraus, und mit dem Glanz seiner Augen schien er den Glaskasten umfassen zu wollen - ich wußte, hier wird ein Weihnachtswunsch geboren.
All das ist ein paar Jahre her, aus dem Knaben wird wohl heute ein Mann geworden sein. Doch immer zur Weihnachtszeit, wenn die Hektik der Einkäufe mich zu überrollen scheint, halte ich inne und denke an das Leuchten im Gesicht dieses Jungen. Ein Leuchten, das ich für immer als beeindruckendstes Weihnachtslicht in mir festhalten werde.
30.4.06 18:11
 


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